Interkulturelle Gesundheitsförderung in aufsuchender Bildungsarbeit für Migrantinnen und ihre Kinder im Vor- und Pflichtschulalter


 
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ausgezeichnet mit dem Vorsorgepreis 2010

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Projektablauf 2011


Im Jahr 2011 fanden zwei Programmdurchläufe statt, insgesamt haben 212 Frauen mit niedrigem SES, davon 128 aus Wien und 84 aus NÖ, an gekona teilgenommen. Geplant waren 200 Teilnehmerinnen (TN); 120 aus Wien, 80 aus NÖ.

Im Rahmen jedes Programmdurchlaufs fanden folgende Aktivitäten statt:
  • alle 14 Tage: 2-stündige Müttertreffen unter Leitung der GT
  • zusätzlich: Gruppentreffen (Großgruppe) mit FachreferentInnen
  • zusätzlich: Exkursionen in Kleingruppen
Besonders auffällig war die niedrige Drop-Out-Quote: sie lag bei insgesamt 1,4%, das sind drei Personen, die aus rein persönlichen Gründen (z.B. Kind bekommen) frühzeitig aus dem Programm ausgeschieden sind.

Plangemäß erfolgten auch 2 ganztägige Trainings für Multiplikatorinnen aus der Zielgruppe, die in Folge als „Gesundheitsbotschafterinnen“ ehrenamtlich die Idee der Gesundheitsförderung und das Programm selbst innerhalb der Zielgruppe propagierten.

Insgesamt fanden im Berichtszeitraum 516 Müttertreffen mit durchschnittlich mindestens 4 TN und einer Dauer von mindestens 2 Stunden statt. Das sind 1.032 Stunden intensive Betreuung und Auseinandersetzung mit gesundheitsrelevanten Themen.

Dazu kommen noch 27 Gruppentreffen und Exkursionen.

Prinzipiell arbeitet gekona partizipativ nach dem Multiplikatorinnenansatz, und zwar auf mehreren Ebenen:
  • die Gesundheitstutorinnen sind Frauen aus der Zielgruppe
  • die Gesundheitsbotschafterinnen sind Programmteilnehmerinnen und somit aus der Zielgruppe
  • die Programmteilnehmerinnen sind dazu angehalten, die Themen in ihren Familien und in der Community zu besprechen
  • die Programmteilnehmerinnen sind dazu angehalten, ihren kleinen Kindern die Büchlein vorzulesen und den größeren die Materialien zum Lesen zu geben
  • die Themen der Gruppentreffen orientieren sich an den Wünschen der TN
  • die Ziele der Exkursionen orientieren sich an den Wünschen der TN
Das Projekt hat auf allen Ebenen sehr gut funktioniert. Besonders hervorzuheben ist, dass die 10 Geschichtenbüchlein („Sani- Geschichten“) von den Kindern sehr gut angenommen wurden. Es ist dokumentiert, dass bereits den ganz Jungen die Geschichten nicht nur sehr gut gefallen haben, sondern dass sie daraus im Hinblick auf gesundheitsförderndes Verhalten (z.B. Zähneputzen) auch viel gelernt haben.

Es zeigte sich, dass die Kinder ihre Mütter bzw. Großmütter auf viele Themen angesprochen und deren Verhalten kritisiert haben, z.B. bezüglich Ernährung oder auch Sexualaufklärung.
In diesem Sinne fungierten die Kinder innerhalb der Familie als MultiplikatorInnen und treibende Kräfte.
 
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last update: 10.08.2015